Heute ist Babysitter - Abend!

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Quelle: glueckskind.de

Die Oma zu weit weg, der Patenonkel hat etwas anderes vor. Für Paare, die öfter etwas ohne ihren Nachwuchs unternehmen möchten, bietet sich der Babysitter an. Doch wie finden Sie einen, dem Sie Ihren Schatz mit gutem Gewissen anvertrauen können?

Tanzen ist das gemeinsame Hobby von Sabrina und Bert Stuckmann. Schon wenige Wochen nach der Geburt von Johann (heute fünf Jahre) kribbelte es Sabrina wieder in den Füßen. Während das Paar im Saal zu Swing und Lindy Hopp schwofte, kümmerte sich im Nebenraum des Tanzstudios Babysitterin Sandra um den kleinen Johann. Für Sabrina die perfekte Lösung: „Ich war sofort da, wenn Sandra ihn nicht beruhigen konnte.“ Als Johann dann einige Monate alt war, trauten sich Sabrina und Bert auch mehr Distanz zu: Die Babysitterin passte zu Hause auf den Kleinen auf, während seine Eltern zum Tanzen oder ins Kino gingen.

 

Eltern und Kind müssen Vertrauen haben

Wann ist ein Baby oder Kleinkind bereit für eine fremde Kurzzeit-Betreuung? Eine wichtige Voraussetzung ist ein einigermaßen fester Still- und Schlafrhythmus – dann können Sie beispielsweise zwei bis drei Stunden abpassen, in denen Ihr Baby zumindest keinen Hunger verspüren sollte. Bekommt Ihr Baby das Fläschchen, kann der Babysitter es bei Bedarf zubereiten. Entscheidend ist auch, wie stark Ihr Kind fremdelt. Der zweite Sohn von Sabrina und Bert weinte ständig und wollte sich mit keinem Babysitter zufriedengeben. Sabrina erinnert sich: „Wir haben es mit zweien versucht, aber wir mussten immer nach kurzer Zeit zurück nach Hause, weil Piet sich einfach nicht beruhigen wollte.“ Nicht zuletzt stellt sich beim Thema Betreuung die Frage, wie sehr die Eltern selbst bereit für die Trennung sind: Was nützt der romantische Abend im Restaurant, wenn Sie am liebsten alle fünf Minuten zu Hause anrufen würden?

 

Mundpropaganda oder Vermittlungsagentur

Wie entspannt die Eltern sind, hängt zu einem großen Teil vom Babysitter ab. Kinderlieb, kompetent, zuverlässig soll er sein, aber für einen relativ geringen Lohn flexibel zur Verfügung stehen … Der einfachste Weg, seine ganz persönliche Supernanny zu finden, ist meist die Empfehlung durch andere Eltern – fragen Sie in Krabbelgruppen, Krippen oder Kindergärten. In vielen Städten gibt es Babysitter-Agenturen. Kandidatinnen, die Sie über so eine Vermittlung vorgeschlagen bekommen, wurden zumindest in einem Vorstellungsgespräch geprüft. Mit einem Klick gelangen Sie bei Internet-Plattformen wie www.hallo-babysitter.de auf die Profile von Babysittern in Ihrer Nähe. Deren Selbstpräsentation ist zumindest ein erster Hinweis.

 

Babysitter-Diplom und andere Referenzen

Sie haben eine vielversprechende Kandidatin? Prima, dann können Sie in aller Ruhe deren Referenzen prüfen. Vielleicht bringt sie ein Babysitter-Diplom mit. Dahinter stehen kurze Fortbildungen beispielsweise beim Deutschen Roten Kreuz. Meist erfahren die Teilnehmer Grundlegendes über die Bedürfnisse von Babys und über Erste-Hilfe-Maßnahmen. Familien, bei denen der Babysitter vorher gejobbt hat, dürfen Sie ruhig anrufen. Je mehr Erfahrung die Betreuerin mit Kindern gesammelt hat, die in derselben Altersgruppe wie Ihr Schatz sind, umso besser.

 

Babysitten – mehr als ein Job

Sabrina Stuckmann hatte ihren Babysitter bei den Hamburger „Uni-Eltern“, einer Betreuungsmöglichkeit für studierende Eltern, gefunden. „Unsere Babysitterin Sandra ist keine ausgebildete Erzieherin. Aber als ich sah, dass Johann sich bei ihr wohlfühlt, habe ich sie gefragt, ob sie auch privat für uns arbeiten möchte.“ Es gab auch Betreuerinnen in der Gruppe, an die hätte Sabrina dieses Anliegen nicht herangetragen. Vertrauen auch Sie auf Ihr Bauchgefühl: Bringt der Babysitter das richtige Maß an Engagement und Gelassenheit mit, das sich aus Erfahrung speist?

 

Lassen Sie es langsam angehen

Sinnvoll ist ein Eingewöhnungsnachmittag oder -abend – je nachdem, für welchen Zeitraum die Betreuung geplant ist. Geben Sie Ihrem Kind und dem Babysitter Gelegenheit, sich zu „beschnuppern“, und weisen Sie den Babysitter in die wichtigsten Routinen Ihres Familienalltags ein. Übrigens: Die vertraute Umgebung ist ein wichtiges Argument dafür, Ihr Kind zu Hause betreuen zu lassen. Wenn es jedoch sehr spät wird und der Babysitter nicht mit dem Auto nach Hause fahren kann, dann ist es vielleicht einfacher, Sie bringen Ihr Kind zu ihm. Aber dafür sollten sich alle schon eine Weile kennen.

 

Die Persönlichkeit entscheidet

Bei Sabrina und Bert Stuckmann hat inzwischen die kleine Clarissa die Familie komplett gemacht. Jetzt steht der Umzug an – und dafür brauchen sie mindestens zwei Babysitter, die sich um die Kinder kümmern, während sie selbst Kisten packen. Einen haben sie schon gefunden in der 13-jährigen Tochter einer Kindergärtnerin: „Das Mädchen kann sehr gut mit Kindern umgehen“, sagt Sabrina. „Wenn die Erfahrung vorhanden ist und die Persönlichkeit mich überzeugt, ist das Alter zweitrangig.“

 

(Quelle: glueckskind.de)

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Kommentare: 2
  • #1

    Martin (Freitag, 11 Dezember 2015 18:21)

    Interessanter Artikel. Ich würde dennoch keiner 13' jährigen meine Kinder anvertrauen.
    Bin sehr auf euren Shop gespannt. Hab die Seite über Facebook entdeckt. Spricht meine Frau und mich bisher sehr an.

  • #2

    LiebeVoll - Team (Sonntag, 13 Dezember 2015 10:06)

    Hallo Martin,
    schön, dass dir der Artikel zusagt. Wir sind immer bemüht, gute Beiträge, die für Eltern interessant sein könnten, hier zu veröffentlichen. Unter den Texten und Artikeln machen wir die Quellenangabe. Meistens kann man da weitere interessante Beiträge finden.
    LiebeVolle Grüße
    Das Team